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Mondzeichen

Mond in den Fischen

Ein Herz ohne Wetterschutz — alles dringt ein, auch was nicht deins ist

Die Kernbedeutung

Ein Fische-Mond fühlt ohne Membran. Die Stimmungen anderer kommen unangemeldet und unbeschriftet herein, und so trägt dieser Mond oft Wetter, das er nicht selbst erzeugt hat — die Traurigkeit eines Fremden, die Spannung eines Raumes, die stumme Furcht eines Freundes — und kann ehrlich nicht immer sagen, wessen Gefühl er gerade trägt. Sicherheit ist Sanftheit und geachtete Durchlässigkeit: leise Stimmen, keine plötzlichen Forderungen nach ordentlichen Erklärungen, ein Rückzugsort, wenn die Welt laut wird. Belastung kommt als Nebel — Vagheit, Erschöpfung, der Sog zu Schlaf, Bildschirmen, Fantasie, allem, was die Lautstärke herunterdreht. Was wirklich tröstet, ist Alleinsein, das das Aufgesogene abfließen lässt: Wasser in jeder Form, Musik, Kunst, Gebet, das Meer, wenn es erreichbar ist, und eine Badewanne, wenn nicht. Die Gabe unter alledem ist das tiefste Mitgefühl des Tierkreises — aber Mitgefühl braucht ein Gefäß, und das Gefäß ist die Arbeit.

Wie sie sich zeigt

  • Als dein Mond — du fühlst den Raum, bevor du dich selbst fühlst: Emotion kommt als Atmosphäre an, oft geliehen, und deine erste Aufgabe in jeder starken Stimmung ist herauszufinden, ob sie überhaupt deine ist
  • Was beruhigt — entleeren, was du aufgesogen hast: Wasser, Musik, Schlaf, etwas erschaffen; eine Stunde wirklich allein ist für dich keine Isolation — so geht die Flut wieder hinaus
  • In der Liebe — du verschmilzt leicht und liebst ohne viel Rüstung; was Partner falsch lesen, ist das Treiben — deine Vagheit ist meist Überforderung, nicht Gleichgültigkeit, und sanfte Fragen erreichen dich da, wo ein Verhör nie ankommt
  • Der Schatten — Flucht als Wohnsitz: das Nickerchen, der Bildschirm, die Fantasie, genutzt nicht zur Erholung, sondern zum Ausweichen, bis dein eigenes Leben der eine Ort ist, den du kaum noch besuchst

Fragen zum Verweilen

  1. 1

    Wie viel von allem, was du gerade fühlst, gehört wirklich dir?

  2. 2

    Welche Flucht stellt dich wieder her — und in welcher hast du angefangen zu wohnen?

  3. 3

    Welche Grenze ließe dich deine Weichheit behalten, ohne im Wetter anderer Leute zu ertrinken?

Wo steht das in deinem Chart?

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